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Die Digitalisierungsstrategie der Afrikanischen Union für die Landwirtschaft des Kontinents

Dr. Ralph Elsäßer wurde im Rahmen der EU-finanzierten Policy and Regulation Strategy for Digital Africa als Teamleiter mit der Erstellung der kontinentalen Digitalisierungsstrategie für die Afrikanische Landwirtschaft beauftragt. Die Strategie wurde für AUC-DARBE und AUC-IE in den Jahren 2022-2023 entwickelt und wurde den 55 Mitgliedsstaaten zur Verifizierung vorgelegt.

Die Strategie besteht aus vier Elementen:

  • Situationsanalyse – eine strukturierte Bewertung der Ausgangssituation eines jeden Landes für die Digitalisierung der jeweiligen Landwirtschaft.
  • AU Digitalisierungsstrategie für die Landwirtschaft – Definition von Vision, Mission, Zielen; Bereitstellung von Leitlinien zur Priorisierung von Aktivitäten, Rollen, Responsabilitäten und Richtlinien zur Erstellung von Nationalen Digitalisierungsstrategien für die Landwirtschaft der 55 Mitgliedsstaaten.
  • Implementierungsplan inklusive Budgetschätzung und möglicher Umsetzungspartner
  • Monitoring-Framework

Eine Vielzahl von Meetings mit FAO, ITU, AGFRA, IFAD, NEPAD, SmartAfrica, Weltbank, Afrikanische Entwicklungsbank, Commonwealth, ECOWAS, COMESA, UMA, ECCAS, SADC, EAC, CEN-SAD, USAID, GIZ, ENABEL, AFD, GSMA, ATO, ILO, UNDCE, CGIAR, CTA/OACPS, GFAR, OECD, UNDP und nationalen Ministerien für Landwirtschaft, Fischerei, Viehzucht, Umwelt und Technologie/Innovation erlaubte es, aus unterschiedlichsten Standpunkten und Wissensbasen eine Strategie zu entwickeln, die auf kontinentaler, regionaler und nationaler Ebene Impulse für die Digitale Transformation der Afrikanischen Landwirtschaft geben kann.

Digitalizing the African livestock sector

Finanzierung:

BMZ/GIZ: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Consulting:

GIZ: Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Projekt:

Die Digitalisierung hat ein großes Potenzial, die Entwicklung eines produktiven, klimaresistenten und emissionsarmen Viehwirtschaft in Afrika zu unterstützen. Sie revolutioniert bereits die die Art und Weise, wie die Akteure der Wertschöpfungskette arbeiten, sich vernetzen und zusammenarbeiten. Die Auswirkungen der Digitalisierung sind wahrscheinlich für Viehzüchter in abgelegenen ländlichen Gebieten am einschneidendsten die nie dagewesene Möglichkeiten des Zugangs zu Informationen erhalten, modernen Produktionsmitteln, Dienstleistungen und Märkten.

Für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben digitale Technologien eine entscheidende eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Das BMZ unterstützt die Bemühungen seiner Partnerländer, die Potenziale der digitalen der digitalen Transformation zu nutzen, indem es den Aufbau der digitalen Infrastruktur und vor allem durch Investitionen in die Fähigkeiten der Menschen, in Bildung und in die Schaffung guter Rahmenbedingungen für die faire und offene Entwicklung einer digitalisierten Welt.

Der Report gibt wertvolle Einblicke in das dynamische und schnell wachsenden Bereich der digitalen Lösungen für die nachhaltige Entwicklung der Wertschöpfungskette in Afrika. Er kann Endnutzern und Projektträgern helfen, passende digitale Lösungen zu identifizieren, die ihre Bemühungen unterstützen, nachhaltige Wertschöpfungsketten in der Viehwirtschaft aufzubauen. Die Erfahrungsberichte der Gründer von digitalen Start-ups zeigen eine beeindruckende Kreativität bei der Suche nach innovativen digitalen Lösungen, für komplexe Probleme der Akteure der Wertschöpfungskette für die Viehwirtschaft – und zeigen auch auf, wo Unterstützung benötigt wird, um ihre Bemühungen erfolgreich zum Ziel zu bringen.

 

 

ICTs for Small Scale Irrigation

Finanzierung:

BMZ/GIZ: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Consulting:

GIZ: Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Projekt:

Moderne Informations- und Kommunikaions-Technologien (IKT) helfen Kleinbauern auf vielfältige Weise. Von verbesserter Kommunikation bis hin zu einem besseren Zugang zu Informationen, von Schulungsvideos bis hin zum Marktzugang – Telefone, Apps, Drohnen, Sensoren und Computer werden immer beliebter. Überall entstehen Apps für Frühwarnung, Wetterdaten und Identifizierung von Gesundheitsproblemen bei Nutzpflanzen, Apps und Programme für Finanzmanagement und für mobiles Banking.

Speziell für die Kleinbewässerung entwickelte IKT-Lösungen sind jedoch selten zu finden. Informationstechnologie spielt zwar eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Bewässerungseffizienz und bei der Überwachung des Bewässerungswasserverbrauchs auf regionaler und nationaler Ebene, aber es gibt nur wenige Anwendungen, die speziell für die Kleinbauernin entwickelt wurden, die Kleinbewässerung betreiben. Dies kann als Gelegenheit gesehen werden, in diesen Technologiebereich zu investieren. Das Potential ist hoch: die Zahl der Landwirte in Afrika und Asien, die Kleinbewässerung betreiben, ist groß, und ihre Nachfrage nach effizienzsteigernder Technologien hoch.

Vier Anwendungsbereiche verdienen eine nähere Betrachtung:

  • IKT-gesteuerte Verbesserung der Effizienz der Wassernutzung
  • IKT für Verhaltensänderungen bei SSI
  • IKT und Überwachung in SSI
  • Zugang von Kleinbauern zu SSI-bezogenen Informationen

Die Herausforderung besteht darin, die für den gegebenen Kontext am besten geeignete Technologie auszuwählen, damit sich die Kleinbauern die Lösung auch leisten, verstehen und handhaben können und damit beginnen können, sie einzusetzen, um ihre Betriebe und ihre Umwelt nachhaltiger zu gestalten. Durch die Auswahl der richtigen Zielgruppe und der richtigen Technologie können IKT ein starkes Mittel für die Entwicklung des SSI-Sektors im Allgemeinen und für die Erhöhung der Nachhaltigkeit der Betriebe der Kleinbauern im Besonderen sein. Sie kann den Bauern helfen, ihre Umwelt zu verstehen und zu schützen, Ressourcenkonflikte zu lösen und zu vermeiden und die komplexen Beziehungen zwischen verschiedenen Faktoren der Bewässerung besser zu managen.

MALAWI: NASFAM ICT Study

Finanzierung:

BMZ/GIZ: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Consulting:

GIZ: Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Projekt

Der Auftrag ist ein Beitrag zum Programm „Green Innovation Centers for the Agriculture and Food Sector“ (GIAE) im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative „One World, No Hunger“, Länderpaket Malawi. Ziel des Länderpakets Malawi ist es, IKT-Lösungen mit einem Querschnittsansatz in die vom Programm unterstützten Innovationen einzubeziehen. IKT haben das Potenzial, die Programmziele über mehrere Kanäle positiv zu beeinflussen, durch zum Beispiel die Schaffung von Transparenz und Rechenschaftspflicht in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten mit Hilfe von Mobiltechnologien und cloudbasiertem Datenmanagement.

Im Rahmen des GIAE-Programms arbeitet die GIZ mit der National Smallholder Farmers‘ Association (NASFAM) von Malawi zusammen – der größten kleinbäuerlichen Mitgliederorganisation des Landes. Die NASFAM bietet ihren Mitgliedern sowohl kommerzielle Dienstleistungen, einschließlich des Zugangs zu Input- und Outputmärkten, als auch Entwicklungsdienste, wie z.B. Ausbildung und Unterstützung in Bezug auf bewährte landwirtschaftliche Verfahren. NASFAM und GIAE sind daran interessiert, die Möglichkeiten auszuloten, die sich durch eine verstärkte Digitalisierung der internen Datenverwaltungsvorgänge der NASFAM bieten, um wichtige Daten und Transaktionen der Mitglieder zu verfolgen, einschließlich der Registrierung der Kleinbauern, ihrer Mitgliedszahlungen, des Kaufs von Betriebsmitteln und des Getreideverkaufs.

Ziel dieses Auftrags war es, sowohl der NASFAM wie auch dem GIAE einen detaillierten Bericht über mögliche IKT-Lösungen zur Digitalisierung der internen Datenverwaltungsvorgänge der NASFAM-Mitglieder zur Verfügung zu stellen. Dies schließt die Verfolgung von Vorgängen ein wie die Zahlung der Mitgliedsbeiträge, die Gesamtzahl der Mitglieder, der Kauf von Inputs durch die NASFAM, die durch NASFAM erhaltenen Schulungen und die an NASFAM verkauften Getreidemengen. Der daraus resultierende Bericht enthält Details über mögliche IKT-Lösungen, die auf die Bedürfnisse der NASFAM zugeschnitten sind und auf einer Bewertung der Ressourcen und Fähigkeiten der NASFAM basieren. Eine Bewertung von Erfolgen und Misserfolgen ähnlicher Organisationen in ähnlichen Kontexten passt die vier Lösungen an die an der NASFAM gegebene Umgebung an.

 

Mosambik: ICT tools to enhance the competitiveness of contract farming (ICT4CF)

Finanzierung:

BMZ : Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Consulting:

COMO Consult für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ

Projekt

ICT tools to enhance the competitiveness of contract farming

Im Rahmen des GIZ-Programmes “Improving Framework Conditions for a Competitive Private and Financial Sector” (ProEcon) engagiert die GIZ über einen Vertrag mit COMO Consult Hamburg Herrn Dr. Ralph Elsäßer, unterschiedlichste Firmen in Mosambik bei der Einführung von ICT-basierten Instrumenten in der Vertragslandwirtschaft. Über 36 Monate hinweg erhalten ausgewählte Betriebe technische Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Werkzeuge, bei den Vertragsverhandlungen mit lokalen IT-Firmen und bei der Implementierung der Projekte.

Herr Dr. Elsäßer wird in mehreren punktuellen Missionen und durch Remote-Beratung den Firmen bei der Spezifikation, Entwicklung und Einführung zur Seite stehen.

Rwanda: WASH MIS

Finanzierung:

MININFRA : Ministry of Infrastructure/Rwanda

Consulting:

Hydrophil – GeoCodis – Hyce Consult – We Consult

Projekt

Erstellung des Nationalen Management-Informationssystems zu den Sektoren Wasser, Abwasser und Hygiene (Water, Sanitation and Hygiene).

Als Teamleiter eines Konsortiums aus Hydrophil/Austria, GeoCodis/Slovenia, Hice Consult/Rwanda und We Consult, leitet Ralph Elsäßer die Erstellung des Dektoren-übergreifenden Systems.    In Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Interessensgruppen, Ministerien, Abteilungen und Nichregierungsorganisationen wurden Indikatoren festgelegt, die zum Monitoring der Entwicklung der drei Sektoren in Richtung Sustainable Development Goals dienen sollen. Dabei wird vor allem auf die Machbarkeit der kontinuierlichen Datenerhebung an unterschiedlicher Stelle gelegt. Das System arbeitet sowohl Web-basiert wie auch mit Android-Apps, die die Datenerhebung auch offlöine unterstützen.

 

 

Mosambik: ICT4Agriculture support in Contract Farming

Finanzierung:

Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit BMZ

Consulting:

COMO Consult für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ

Projekt

Potentialanalyse für den Einsatz von ICT im Contract Farming in Mosambik.

Moderne Technologien des Informationsmanagements haben starkes Potential, die Wertschöpfungsketten im Agrarsektor effizienter zu gestalten. Höhere Qualität der Produkte, kürzere Transportzeiten und Planbarkeit der Lieferungen als Vorteile für den Abnehmer, direkter Zugriff der Farmer auf Knowhow, schnellere Bezahlung und besserer Zugang zu den Märkten als Ziele für den Produzenten können mit Hilfe von intelligentem Informationsmanagement erreichbar gemacht werden. Zudem gewinnt die Traceability der Produkte zunehmend an Bedeutung für Produkte, die in den Export gehen.

Vietnam: Bewässerungs-Informationssystem

Finanzierung:

Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit BMZ

Consulting:

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ

Projekt

Spezifikation der Terms of Reference für die Entwicklung und Einführung eines nationales Bewässerungsinformationssystem.

Für ein zielsicheres Management von Bewässerungssystemen möchte die Vietnamesische Regierung ein Management Informationssystem entwickeln, das Online-Sensorik, Vorhersagemodelle und Entscheidungshilfen zu einem Decision-Support-System bindet. Geo-Solutions erstellte die hierfür erforderlichen Technischen Spezifikationen und Ausschreibungsunterlagen. Empfehlung zur Formung einer Arbeitsgruppe aus allen Interessensgruppen soll das nötige Ownership generieren und dafür Sorge tragen, dass das zu erstellende System den Anforderungen der hohen Zahl der zukünftigen Nutzer entspricht.

Palästinensische Autonomiegebiete: benchmarking der Wasserversorger

Finanzierung:

Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit BMZ

Consulting:

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ

Projekt

Stärkung des Water Sector Regulatory Council:

Konzept für die Einführung eines Water Sector Performance Indicator Monitoring Information Systems.

Konzept für die Einführung von Emergency Plans für die Wasserversorger.

Belize: Management-Informationssystem für die Zuckerrohrindustrie

Finanzierung:

Europäische Union

Consulting:

NIRAS A/S

Projekt

Die Zuckerrohrindustrie in Belize ist eine tragende Säule der nationalen Exportwirtschaft. Fast 90% der Erträge werden in die Europäische Union exportiert. Im Jahre 2017 wird die Europäische Union bisher geltende Produktionsbeschränkungen für Zuckerrüben aufheben infolgedessen mit stark fallenden Weltmarktpreisen für Zucker zu rechnen ist.

Aus diesem Grund versucht die Europäische Union, den Zuckersektor in Belize institutionell zu stärken und für die zukünftigen Herausforderungen fit zu machen. Nach Gesprächen mit allen Stakeholdern wurde im Jahre 2013 ein Projekt aufgelegt, das die institutionelle Stärkung des Sugar Industry Research and Development Institutes SIRDI zum Ziel hatte. Während der Phase 1 (2013-2015) wurde ein neues Gebäude erstellt und ausgestattet, Hard- und Software angeschafft und mit der Erstellung eines GIS-Systemes und einer Farmer-Datenbank begonnen.

Die im September 2015 begonnene Phase 2 hat zum Ziel, auf Grundlage der bestehenden Datenbanken, der Bedürfnisse aller Stakeholder und der technischen Möglichkeiten ein Management-Informationssystem zu erstellen, das Prozesse in Planung and Abwicklung verbessern und durch Einführung von mehr Transparenz das fehlende Vertrauen zwischen den Interessengruppen herzustellen hilft.

Die Entwicklung von GIS-basierten Modellen zur Prognose von Produktivität und Erntezeitpunkt und ein Barcode-basiertes System zur Nachverfolgung des Zuckerrohrs vom Feld zur Mühle sollen helfen, die Effektivität von Transport und Mühle zu steigern und die Anbaumethoden zu optimieren. Geoinformationssysteme spielen dabei eine große Rolle, da die räumliche Variabilität von Bodenparametern, geomorphologischen und klimatischen Größen anders nicht abgebildet werden kann.